Preisträger 2016 Übersicht


Zu allen Preisträgern des „Düsseldorfer des Jahres“ 2009 – 2016


Preisträger 2016

Wirtschaft

Jutta Zülow

Jutta Zülow

2016
Zülow AG und Vorsitzende des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes Düsseldorf und Umgebung e.V.


Jutta Zülow ist im Vorstand der seit rund 45 Jahren familienbetriebenen Zülow Aktiengesellschaft, dem Dienstleistungsunternehmen für Daten- und Elektrotechnik und dort verantwortlich für Personalentwicklung, Risikomanagement, Finanzen und Strategie. Die AG bündelt fünf Tochterunternehmen, davon zwei mit Sitz in Düsseldorf und drei in Neuss. Im Oktober 2016 wurde sie als erste Frau zur Vorsitzenden des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes Düsseldorf und Umgebung e.V. gewählt und vertritt damit 1.700 Mitgliedsunternehmen mit 210.000 Mitarbeitern in der Region Düsseldorf. Aber auch im sozialen Bereich engagiert sich Jutta Zülow mit der Zülow AG. So unterstützt sie, neben ihrem großen Engagement für die Integration von Flüchtlingen, die „Initiative Tandem“, bei der Schüler mit und ohne geistige Behinderung gemeinsam Sport treiben und so Hemmungen und Berührungsängste abbauen sollen. Verliehen wurde die Auszeichnung von Michael Groschek, dem amtierenden Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Sport

Lisa Marie Schütze

Lisa Marie Schütze

2016
Bronze-Medaillen-Gewinnerin Olympiade 2016

Selin Oruz

Selin Oruz

2016
Bronze-Medaillen-Gewinnerin Olympiade 2016

Annika Marie Sprink

Annika Marie Sprink

2016
Bronze-Medaillen-Gewinnerin Olympiade 2016

Thomas Schmidberger

Thomas Schmidberger

2016
Doppel-Medaillengewinner Paralympics 2016


Edelmetall für Düsseldorf hieß es bei den diesjährigen Olympischen und Paralympischen Spielen in Rio gleich mehrfach! Die Spielerinnen der 1. Damen-Mannschaft des Düsseldorfer Hockey Clubs Lisa Marie Schütze, Selin Oruz und Annika Marie Sprink sowie Thomas Schmidberger, Rollstuhl-Tischtennisspieler bei Borussia Düsseldorf, sind die Athleten des Stockheim Team Rio, die bei den Spielen 2016 eine Medaille gewonnen haben. Die Schülerin Lisa Marie Schütze begann ihre sportliche Laufbahn 2011 beim Düsseldorfer HC und erzielte eines der Tore im Spiel um die Bronze-Medaille in Rio. Nach dem Triumph von Athen 2004 war es die erste Medaille für ein deutsches Damen-Team bei Sommerspielen. Der 25-jährige Student Thomas Schmidberger gewann im Rollstuhl-Tischtennis gleich zwei Medaillen: Silber im Einzel und im Team. Die Laudatio auf die vier Athleten hielt Schmidbergers Team-Kollege und Tischtennis-Legende Timo Boll. Boll gehört seit mehr als zehn Jahren zur absoluten Weltklasse und war 2016 Fahnenträger des deutschen Olympia- Teams in Rio. 2010 erhielt er selbst den „Düsseldorfer des Jahres“ für seine Erfolge mit Borussia Düsseldorf.

Ehrenamt

Bürgerstiftung Düsseldorf

Bürgerstiftung Düsseldorf

2016
vertreten durch Suzanne Oetker von Franquet


Sie hat sich selbst aufgetragen, das Gemeinwohl zu fördern und sich für Wirtschaft und Sport, Kunst und Kultur, Soziales, Bildung und Brauchtum am Standort Düsseldorf zu engagieren. Die Bürgerstiftung Düsseldorf versteht sich als eine Stiftung von Bürgern für Bürger. In den 10 Jahren ihres Bestehens hat sich die Stiftung durch ein nachhaltiges bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet, das auf diese Art und Weise in kaum einer anderen Stadt in Deutschland erlebbar ist. Stellvertretend für die gesamte Bürgerstiftung nahmen Vorstandsvorsitzende Suzanne Oetker-von Franquet, stellv. Vorsitzender des Stiftungsrates Dr. Wolfgang Kühn und Vorstandsmitglied Sabine Tüllmann den Preis zum „Düsseldorfer des Jahres“ von Laudator Manes Meckenstock entgegen. Meckenstock ist ein bekannter Düsseldorfer Autor, Kabarettist und Moderator, und als Reporter unter anderem für die WDR- Sendung „Zimmer frei“ sowie für die monatliche TV-Sendung „Manes up Jück“ bei center.tv Düsseldorf tätig.

Lebenswerk

Klaus Doldinger

Klaus Doldinger

2016
Jazz-Legende


Dafür, dass Musik ein Jungbrunnen ist, ist er mit seinen unglaublichen 80 Jahren der Beweis: Der deutsche Musiker Klaus Doldinger ist vor allem als Jazzmusiker und als Komponist von Filmmusik bekannt. Seine wohl bekanntesten Werke sind die Titelmusik zu dem Film „Das Boot“, den Serien „Tatort“, „Liebling Kreuzberg“ sowie „Ein Fall für Zwei“ und die Filmmusik zu „Die unendliche Geschichte“. 1952 startete er seine Karriere mit „The Feetwarmers“, einer Dixieformation. 1971 gründete er dann die Band „Passport“ mit Udo Lindenberg am Schlagzeug. In den folgenden Jahrzehnten war Doldinger einerseits als Komponist sehr produktiv, verfolgte aber die Karriere mit „Passport“ weiterhin intensiv. Als Schirmherr unterstützt er die erfolgreiche Düsseldorfer Jazz Rally. Die Laudatio hielt Dieter Falk, Professor der Robert-Schumann-Musikhochschule, deutscher Musikproduzent, Keyboarder, Arrangeur und Komponist. Falk produzierte unter anderem die Gruppen PUR und Brings, gewann in seiner Karriere schon über 50 Platin- und Goldene Schallplatten und wurde bereits sechsmal für den Echo als erfolgreichster Produzent nominiert.

Innovation & Nachhaltigkeit

Digitale Stadt

Digitale Stadt

2016
vertreten durch Cornelia Binder


Die Stadt Düsseldorf soll europaweit zu einer führenden Metropole der Medien, IT und Telekommunikation werden. Dieses Ziel verfolgt der Verein Digitale Stadt Düsseldorf e.V. mit seinen mehr als 270 Mitgliedern aus Düsseldorfer Unternehmen seit dem Jahr 2004. Die Moderation von Innovationsprozessen, Vernetzung von Unternehmen, aber auch Förderung der Wissenschaft und Forschung, sowie der Aus- und Weiterbildung ist Zweck des Vereins. So startete die Digitale Stadt Düsseldorf zum Beispiel die Initiative „Smart City Düsseldorf“, die sich mit der Digitalisierung im Alltag wie etwa bei der Mobilität oder bei Bezahlsystemen beschäftigt. Im Namen aller Mitglieder des Vereins nehmen die stellvertretenden Vorsitzenden Stephan Schneider, Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke und Cornelia Binder den Preis zum „Düsseldorfer des Jahres“ entgegen. Die Laudation hielt Univ.-Prof. Dr. Tobias Kollmann, Lehrstuhlinhaber der Universität Duisburg-Essen und einer der führenden Experten für die digitale Wirtschaft in Deutschland. Das Magazin „Business Punk“ wählte ihn außerdem zu einem der 50 wichtigsten Köpfe der Startup-Szene in Deutschland.

Kultur

Andreas Gursky

Andreas Gursky

2016
Künstlerische Fotografie


Der bereits vielfach ausgezeichnete Fotokünstler Andreas Gursky gilt als einer der bekanntesten Düsseldorfer Kunstschaffenden, auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Seine Fotografien erreichen auf dem internationalen Kunstmarkt Spitzenpreise, wie das Werk Rhein II (1999), das in New York für 4,3 Millionen Dollar zu einem Rekordwert verkauft wurde und zeitweise als teuerste Fotografie der Geschichte galt. Bekannt geworden ist Gursky vor allem mit seinen gesellschaftskritischen und digital bearbeiteten großformatigen Fotobildern. Zuletzt präsentierte er seine rund 20 Werke in der neuen Ausstellung „Nicht abstrakt“ in der Kunstsammlung NRW. Andreas Gursky wurde zum Sommersemester 2010 als Professor für „Freie Kunst“ an die Düsseldorfer Kunstakademie berufen, an der er selbst 1987 als Schüler Bernd Bechers sein Studium abschloss. Auf ihn hielt die Laudatio sein enger Freund Günter Netzer, ehemaliger deutscher Fußballprofi. Mit der deutschen Fußballnationalmannschaft wurde er 1972 Europameister und 1974 bei der Endrunde im eigenen Land Weltmeister. Bis nach der WM 2010 war er zudem 13 Jahre lang neben Sportmoderator Gerhard Delling als Experte für die ARD tätig.

Sonderpreis

Udo Lindenberg

Udo Lindenberg

Panikpräsident


Udo Lindenberg und das Land Nordrhein-Westfalen – das ist eine lange Liebesgeschichte, genauer eine 70 Jahre lange. Denn Lindenberg, der im Mai diesen Jahres ebenfalls seinen 70. Geburtstag feierte, stammt gebürtig aus der im nordwestlichen Zipfel Westfalens liegenden Stadt Gronau. Doch schnell verschlägt es ihn damals in die pulsierenden Metropolen, wie auch in den 1960er Jahren nach Düsseldorf. Tagsüber arbeitete er unter anderem als Page und Liftboy im Breidenbacher Hof an der Königsallee, nachts machte er mit seiner Band als Schlagzeuger die Düsseldorfer Altstadt unsicher. Wegen seiner besonderen Beziehung zum Land NRW und seines außerordentlichen Engagements gegen Rassismus und für mehr Toleranz und Akzeptanz verschiedener Lebensweisen und Kulturen wurde Udo Lindenberg mit dem Sonderpreis „70 Jahre NRW“ geehrt. Die Laudatio hielten Michael Bröcker, Chefredakteur der Rheinischen Post, und Cyrus Heydarian, Direktor des Breidenbacher Hofs und Freund Lindenbergs.