Preisträger DDJ
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Philipp Heltewig
Co-Founder Cognigy, General Manager NiCE Cognigy und Chief AI Officer NiCE
Philipp Heltewig hat sein Unternehmen fast zum Unicorn gemacht und Düsseldorf auf die internationale Karte der KI-Unternehmen gesetzt. Er gilt als Gestalter der digitalen Zukunft mit Vorbildfunktion: Heltewig steht damit exemplarisch für Innovation, unternehmerischen Mut und die Bedeutung von technologiegetriebener Wirtschaftsentwicklung in Düsseldorf.
Lisa Nolte steht beispielhaft für sportlichen Ehrgeiz, Teamgeist und erfolgreiche Nachwuchsförderung in Düsseldorf. Die 24-jährige Hockeyspielerin und Bundesliga-Torschützenkönigin des Düsseldorfer HC vertritt ihre Stadt als Kadermitglied der deutschen Hockey-Nationalmannschaft auf internationaler Bühne. Mit dem DHC holte sie mehrere nationale Titel und stand 2025 erneut im Finale der deutschen Meisterschaft. Sie trägt mit ihren sportlichen Erfolgen dazu bei, den DHC und damit auch Düsseldorf als einen der wichtigsten Standorte des deutschen Hockeysports sichtbar zu machen. Doch Lisa Nolte überzeugt nicht nur durch sportliche Erfolge, sondern auch durch ihre Ausstrahlung und Bodenständigkeit. Sie inspiriert junge Spielerinnen und steht für eine Generation, die Leistung mit Leidenschaft und Verantwortung verbindet.
Lothar Hörning prägt die Karnevalskultur in Düsseldorf seit Jahrzehnten, seit 2024 auch als Präsident des CC, dem Dachverband des Düsseldorfer Karnevals, in einer der wichtigsten Positionen mit großer Verantwortung, insbesondere im 200-jährigen Jubiläumsjahr 2025. Er hat als Gründer der „KG Regenbogen“ und als erster offen schwuler Prinz einen bedeutenden Beitrag dazu geleistet, dass der Karneval offener, vielfältiger und inklusiver wird, gerade in einem so traditionellen Umfeld. Er steht damit für Toleranz und gesellschaftlichen Fortschritt in Düsseldorf. Mit seiner authentischen Art und seinem leidenschaftlichen Einsatz verkörpert er den Geist Düsseldorfs: weltoffen, traditionsbewusst und zukunftsorientiert und das generationenübergreifend.
Anna Schudt
Deutsche Theater- und Fernsehschauspielerin sowie internationale Emmy-Preisträgerin
Die preisgekrönte, langjährige Wahldüsseldorferin hat 2024 beim Düsseldorf Festival erneut das lokale Publikum und die Kritiker sehr begeistert. 2025 hat das Vielseitigkeitstalent mit Faible für schwere Rollen und mit ausgeprägter Lust auf Veränderungen bereits in vielen Produktionen mitgewirkt: „Die Falle“, „Frier & 50 Am Ende meiner Tage“ sowie „Die Ältern“ und die neue ZDF-Serie „113“.
Jochen Reiter setzt sich seit langem beispielhaft für Tier und Natur ein, seit 2016 mit viel Herzblut und kreativen Ideen in Düsseldorf und der Erfolg gibt ihm Recht: Der Aquazoo in Düsseldorf engagiert sich für Nachhaltigkeit durch Artenschutzprojekte, Bildungsangebote und lokale Umweltschutzaktionen. Ein freiwilliger “Artenschutz-Euro” ermöglicht die Finanzierung internationaler Projekte, während die Zucht bedrohter Arten und die Wiederherstellung von Lebensräumen ebenfalls im Fokus stehen. Bildungsarbeit soll Besucher für den Naturschutz sensibilisieren und zu nachhaltigem Handeln anregen.
Carla Meurer
Gründungsmitglied und Vorsitzende des Vorstands, MENTOR – die Leselernhelfer Düsseldorf e.V.
Defizite im sprachlichen Bereich haben weitreichende Folgen für die soziale Integration und die berufliche Entwicklung junger Menschen. Durch MENTOR lernen Kinder lesen (wieder) lieben. Lesen zu können gibt ihnen Selbstvertrauen ihre Stimme in der Welt zu finden. Es ist der Schlüssel zu Bildung und Lebensperspektiven. Carla Meurer, selbstständige Gestalterin und „Raum und Szenografie“ lehrend an der HSD, ist seit mehr als zehn Jahren im Vorstand des ehrenamtlichen Vereins Mentor, den sie vor 16 Jahren initiiert und gegründet hat.
Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden
Königin, Gründerin und Ehrenvorsitzende der World Childhood Foundation
Königin Silvia, nach eigener Aussage mit brasilianischem Herzen, deutschem Kopf und schwedischer Seele ausgestattet, setzt sich insbesondere für die Belange von benachteiligten Kindern sowie von Demenzkranken ein. Die von ihr gegründete World Childhood Foundation hat sich seit 1999 mit 1.200 Projekten in 19 Ländern maßgeblich für die Verbesserung des Kindeswohls eingesetzt und das Thema auf die Weltagenda gesetzt.
Volunteers der UEFA EURO 2024
Die Koordination und Planung von 1.600 Volunteers erfordert eine exzellente Organisation, Kommunikation und Problemlösungsfähigkeit. Projektleiter Thomas Neuhäuser hat diese Herausforderung mit Bravour gemeistert. Durch ihn und die Arbeit der Volunteers präsentierte sich Düsseldorf während der EM als weltoffener, gut organisierter und freundlicher Gastgeber und gewann somit auch international großes Ansehen. Stellvertretend für die Volunteers werden neben Neuhäuser der jüngste (zu recherchieren) und älteste Volunteer Günther Ursprung ausgezeichnet.
Doro Pesch hat sich in den 80er Jahren mit Warlock in der Männerdomäne Heavy Metal durchgesetzt, sie hat mehr als zehn Millionen Alben verkauft und 3.500 Konzerte in 60 Ländern gegeben und ist damit ein international bekanntes Gesicht unserer Stadt. Als gefeierte Solokünstlerin machte sie Metal mit teils leiseren Tönen außerhalb der üblichen Zuhörergruppen salonfähig. Auf dem Album „Für Immer“ singt sie auf Deutsch als Ausdruck von Heimweh: nach Heimat, Familie und ihren Fans. Im Mai 2024 feierte sie ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum und hat sich aus diesem Anlass in das Goldene Buch der Stadt eingetragen.
Reinhard Müller
Mitglied des Vorstands der EUREF AG. Reinhard Müller errichtet seit 2020 mit der EUREF AG in Düsseldorf am Fernbahnhof den riesigen Euref-Campus
Reinhard Müller errichtet seit 2020 mit der EUREF AG in Düsseldorf am Fernbahnhof den riesigen Euref-Campus. Der erste Bauabschnitt ist bereits teilweise bezogen, viele Flächen sind schon (vor)vermietet. Der Campus ist nach Berlin als Showcase für einen nachhaltigen Unternehmenssitz geplant. Er setzt auf ein CO2-neutrales Energiesystem, nutzt den benachbarten See als Wärmequelle bzw. -senke. PV-Anlagen auf dem Dach/an der Fassade stellen ganzjährig Strom für den Eigenverbrauch bereit. Zudem werden vor allem Mieter im Ökosystem E-Mobilität und Energiewende gesucht, auch mit Hochschulen wird zusammengearbeitet. Reinhard Müller setzt sich wortwörtlich mit viel Energie für diese wichtigen und zeitgeistigen Themen ein.
Anja Gersdorf ist seit über 30 Jahren Schiedsrichterin und eine der wenigen Trägerinnen des „International Umpire – Gold Badge“, der höchsten Qualifizierungsstufe für Schiedsrichter. Durch ihr umfassendes Regelwissen, ihre Sozialkompetenz, Erfahrung und kommunikative Stärke ist sie eine herausragende Persönlichkeit in ihrer Wahlheimat Düsseldorf.
Dr. Felix Krämer
Generaldirektor und künstlerischer Leiter des Kunstpalasts Düsseldorf und Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Museum Kunstpalast
Der Kunstpalast hat unter Felix Krämer deutlich an Bedeutung gewonnen, die Mitgliedszahlen im Freundesverein haben sich verdreifacht und deutlich verjüngt. Die Museumsangebote sind bürgernah, familienfreundlich, beinhalten zeitgemäße digitale Impulse, neue Publikumskreise wurden erschlossen. Die Wiedereröffnung der Sammlung nach dreijähriger Schließung ist ein Geschenk der Stadt an die Bürgerschaft: 800 Kunstwerke und Designobjekte vom Mittelalter bis zur Gegenwart werden in 49 Sälen in völlig neuer Art präsentiert.
Philip Hebmüller schwimmt nachhaltig und konstant auf der Erfolgswelle sowohl für Düsseldorf als auch für Deutschland und zeigt vorbildlich, offen und lebensfreudig, wie er sich von seiner Behinderung nicht dominieren lässt, Erfolge immer wieder zutraut, vornimmt und hart erarbeitet. Angesichts seines noch jungen Alters und seiner kontinuierlich bemerkenswerten Entwicklung ist der Schüler und Leistungssportler eine Inspiration und ein Resilienzvorbild.
Kerstin Rapp-Schwan
Gastro-Unternehmerin und Gründerin der Schwan Restaurants, IHK-Vizepräsidentin
Gastro-Unternehmerin und Gründerin der Schwan Restaurants, IHK-Vizepräsidentin. Ihre kreative Ideen und ihr Einsatz für ihre Branche, „die Schönste der Welt“, sind unermüdlich. Sie versteht die Kraft der Gastronomie als Kitt der Gesellschaft, „schafft Orte des Miteinanders, wirkt sich positiv auf die Landeshauptstadt als lebenswerte Stadt und als internationalen Wirtschaftsstandort aus“. Sie wird nicht müde, auf die Probleme der Branche aufmerksam zu machen und sich auch in der Politik dafür einzusetzen wie bspw. in der Corona-Zeit als harte Zäsur.
Wer Oded Horowitz nach seiner Zukunftsvision fragt, der bekommt eine Antwort ohne Zögern: Er wünsche sich eine offene Gesellschaft, die keine Ressentiments habe. Die miteinander diskutiere und sich darauf konzentriere, eine gemeinsame Zukunft zu entwickeln. Seine Vision lebt Oded Horowitz auch in schweren Zeiten für die jüdische Gemeinschaft in Düsseldorf. Seit 2010 ist er deren Vorsitzender. Heute ist die jüdische Gemeinde in der Landeshauptstadt die drittgrößte Deutschlands – mit 7400 Mitgliedern. Sie versteht sich als politische Instanz und setzt sich für den interreligiösen Dialog ein. Die jüdische Gemeinde ist ein Teil der Stadtgesellschaft: mit Veranstaltungen in der Synagoge und der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben – wie im Karneval, beim Fußballturnier oder bei kulturellen Veranstaltungen.
Fußball mit nur einem Bein – das geht nicht? Geht doch. Das zeigen die Amputierten-Fußballer von Fortuna Düsseldorf. 2019 gründete Fortuna Düsseldorf den dritten von mittlerweile sechs Vereinen in Deutschland. Nach dem Start des Ligabetriebs 2021 holte Fortuna 2022 und 2023 den Titel und ist somit Rekordmeister. Amputierten-Fußball lebt die Werte Inklusion und Integration. Denn neben ihrer Beeinträchtigung sind viele der Spieler nicht in Deutschland geboren und kommen über den Sport in Deutschland an – unabhängig von ihrer Herkunft, ihres Trikots oder ihrer Amputation. Dass der Amputierten-Fußball keine reine Randerscheinung mehr ist, zeigt auch das: Torschützenkönig Radouane Chaanoune wurde im Juni 2023 in der ARD-Sportschau für seinen Fallrückzieher sogar mit dem Tor des Monats ausgezeichnet.
15 Jahre lang war die Karin-Brigitte Göbel im Vorstand der Stadtsparkasse Düsseldorf, die zu den zehn größten Sparkassen in Deutschland zählt. 2017 übernahm sie den Vorstandsvorsitz. Schon vor ihrem Ruhestand engagierte sie sich in der Stadtgesellschaft, zum Beispiel bei der Bürgerstiftung, im Freundeskreis der Tonhalle, bei der Afghanischen Kinderhilfe Deutschland und der Deutschen Multiple Sklerose-Gesellschaft. Gemeinsam mit ihrem Mann begleitet Göbel sieben Patenkinder persönlich sowie weitere in Indien. Auch nach dem Ausscheiden aus dem Führungsjob bleibt es ihr ein Anliegen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Die Broilers sind in jeder Hinsicht ein Düsseldorfer Phänomen: Sie begannen 1992 als Fans diverser Oi-Combos, der Toten Hosen und Social Distortion, ihre eigene Punkrock-Band hochzuziehen und ihren Stil nach und nach zu verfeinern. Die ersten vier Alben waren Achtungserfolge, dann folgte der große Wurf: Mit dem Wechsel zum Hosen-Management JKP nahm die Profi-Karriere der Broilers Fahrt auf. Ihr Album „Santa Muerte“ (2011) kletterte in den deutschen Albumcharts bis auf Rang 3. Seitdem landete jedes weitere Broilers-Werk auf Platz 1. Die Jungs plus Dame aus dem Düsseldorfer Süden sind mittlerweile Stars, aber dennoch völlig geerdet.
Wer in einem Lindner Hotel am Frühstücksbuffet nach einem Brötchen greift, bekommt ein lokales Produkt auf den Teller. Wer im Zimmer die Lampe einschaltet, erhält Licht per Öko-Strom. Die Lindner Hotels AG lebt das Thema Nachhaltigkeit. 1973 in Düsseldorf gegründet, zählt das familiengeführte Hotelunternehmen heute mehr als 30 Hotels in sieben europäischen Ländern und etwa 1500 Mitarbeiter. Fast alle der Drei- bis Fünf-Sterne Hotels der Kette beziehen heute Ökostrom. Die Lindner Hotels und auch die neue Marke „me and all-Hotels“ setzen auf lokale Produkte. Das Unternehmen beteiligt sich an dem Lebensmittel-Rettungs-Programm „too good to go“: Was am Buffet übrigbleibt, wird für einen kleinen Preis als Frühstücks- oder Lunchpaket abgegeben.
Das Sozialkaufhaus „Tante Elli“ der katholischen Pfarreiengemeinschaft Eller-Lierenfeld bietet preiswerte Ware für Bedürftige zu symbolischen Preisen – für Obdachlose, Arbeitslose, Geringverdiener oder zunehmend auch ältere Menschen mit einer Mini-Rente. Ernst Adolphs ist seit mehr als zehn Jahren Geschäftsführer und hat in enger Zusammenarbeit mit seiner Frau Waltraud den Auftrag, „Verlust zu machen“, denn die Ware wird bewusst unter dem Einkaufspreis abgegeben. Das Minus wird aus Caritasmitteln ausgeglichen. 20 Ehrenamtliche teilen sich die anfallenden Arbeiten, aber auch Unternehmen, eine Grundschule und viele weitere Unterstützer engagieren sich.
Hape Kerkeling
Komiker, Autor, Fernsehmoderator, Schauspieler, Sänger sowie Hörbuch- und Synchronsprecher
Er erschuf Evje van Dampen, Gisela und 2005 Horst Schlämmer, füllte Hallen und Kinos, sorgte in unzähligen Wohnzimmern für „Lustigkeit“. Seine Philosophie: Was man als Komiker tue, solle von Liebe getragen sein. Das gilt genauso für seine Arbeit jenseits der Komik. Im Mai 2006 veröffentlichte Hape Kerkeling sein Buch „Ich bin dann mal weg“ – es wurde zum meist verkauften Buch des Jahres. Bevor er Ende 2014 seinen Rückzug aus dem Showgeschäft verkündete, erzählte er noch die Geschichte seines Lebens: „Der Junge muss mal an die frische Luft“ rührte ein Millionenpublikum zu Tränen. Seit 2021 ist er zurück – als Autor, Musiker und Komiker. Mit Düsseldorf, wo er mehr als 30 Jahre lang lebte, verbindet Kerkeling vor allem eines: Heimat. Nach der Übergabe des Preises gab es erstmal ein Eierlikörchen.
Renata und Valentin Lusin tanzen bereits seit 20 Jahren zusammen für den TD Tanzsportclub Düsseldorf Rot-Weiß. Sie sind mehrfache Deutsche Meister und haben zahlreiche Wettbewerbe gewonnen; einem breiten Publikum sind sie durch die RTL-Fernsehshow „Let‘s Dance“ bekannt geworden; seitdem nahmen sie auch an anderen Fernsehformaten teil. Seit 2014 ist das Tanzpaar auch ein Ehepaar.
Seit 2009 kümmert sich der Düsseldorfer Verein darum, Kindern aus sozial benachteiligten Familien eine kulturelle und soziale Teilhabe zu eröffnen. Dabei geht es unter anderem um ein kostenloses Nachhilfeangebot und zahlreiche andere Aktionen und Projekte im Stadtgebiet; unterstützt durch hunderte freiwillige Helfer. Nach Angaben des Vereins haben schon mehr als 40.000 Kinder und Jugendliche an dessen Workshops teilgenommen.
Mit diesem Projekt haben die beteiligten Schüler sozusagen auch bewiesen, dass ihnen ein wichtiges Düsseldorfer Kulturgut am Herzen liegt: das Altbier. Wenn das nämlich zu alt wird, musste es bis vor kurzem weggeschüttet werden. Die Teilnehmer des Projektes „Düsselrein“ erdachten stattdessen ein Konzept, wie aus abgelaufenem Altbier Handseife hergestellt werden kann. Eine Idee, die ebenso innovativ wie nachhaltig ist.
Der Henkel-Konzern steht wie kaum ein anderer für Düsseldorfer Wirtschaftsgeschichte. Die Aufsichtsratsvorsitzende der Henkel AG und Vorsitzende des Gesellschafterausschusses, die übrigens promovierte Biologin ist, hält das Familienunternehmen auch in herausfordernden und komplexen Zeiten zusammen.
Die Generalkonsulin der Ukraine in Düsseldorf erhält die Auszeichnung für ihren besonderen Einsatz für ihre geflüchteten Landsleute in und um die Landeshauptstadt. Seit ihrer Ankunft in Düsseldorf ist die Diplomatin in der Stadtgesellschaft stets präsent und nutzt viele Gelegenheiten, um auf die besondere Situation in ihrem Heimatland hinzuweisen. Zudem beteiligt sie sich am Einsatz für Hilfsprojekte, mit denen auch vor Ort in der Ukraine die Situation der Menschen verbessert werden soll.
Dass auch ein Wahl-Kölner als „Düsseldorfer des Jahres“ ausgezeichnet werden kann, belegt die Toleranz der hiesigen Gesellschaft – aber dieser hier hat sich schließlich tatsächlich große Verdienste um die Landeshauptstadt erworben. Mit dem Apollo-Varieté am Rhein unter der Kniebrücke schuf Bernhard Paul 1997 eine auch architektonisch besondere Kulturstätte, die seitdem tausende Besucher angezogen hat. Geboten werden ihnen dort hochkarätige Zirkus- und Varieté-Projekte.
Der bekannte Regisseur („Die Päpstin“, „Das Wunder von Bern“) ist zwar in Marl geboren, lebt aber schon lange in Düsseldorf und ist seiner Wahlheimat auf vielfältige Weise verbunden. So hat der 63-Jährige beispielsweise bereits mehrfach im Düsseldorfer Schauspielhaus inszeniert (zuletzt 2018 „Menschen im Hotel“) und engagiert sich für die Bürgerstiftung. Kürzlich hat er mit dieser zusammen einen Kino-Nachmittag organisiert.
Aus Kleinbus wurde LKW: Als das Hochwasser kam, wollte Finanzbeamtin Christin Wunder vom „1. DEG Fanclub“ helfen. Ihr Mann Max ist Betreuer bei der DEG und fragte, ob nicht benutzte Teambekleidung für die Hochwasseropfer gestiftet werden kann. Christin Wunder hoffte, dass man einen Kleinbus mit Material füllen könnte.
Dann fragte die 26-Jährige wer noch helfen könne und wurde positiv überrascht: Auf der Eisfläche im PSD Dome sammelte sich am Wochenende des 19./20. Juli Material für 2.000 Umzugskartons mit Möbeln, Spielzeug, Hygieneartikeln, haltbaren Lebensmitteln und Bekleidung. Rund 120 freiwillige Helfer kamen noch dazu.
Bis in den September hinein gingen LKW-Ladungen ins betroffene Gebiet, vor allem nach Kelberg in der Eifel.
Gregor Berghausen engagiert sich in den verschiedensten Gremien für die Belange von Handel und Industrie in Düsseldorf, pflegt eine Politik der offenen Tür, des offenen Ohrs und des offenen Lächelns.
Seit 2016 ist der 53-Jährige Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf.
Von Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 bis jetzt steuerte er die wirkungsvolle Koordination zwischen IHK, Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft, Stadt (Wirtschaftsförderung, Gesundheitsamt, Ordnungsamt, Test- und Impfzentren), der Steuerberaterkammer und den drei Bankensäulen (Commerzbank, Stadtsparkasse und Volksbank) zum Wohl der Unternehmen und Arbeitnehmer.
Es ist ein Unternehmermärchen: Seit dem Start im Jahr 2016 ist die Idee der Lautsprecherbox, auf die bunte Figuren aufgesetzt werden, damit Hörspiele und Abenteuer erklingen, ein wahrer Erfolg.
Der am schnellsten wachsende Spielzeuglieferant Deutschlands, Boxine, verkaufte 2020 zwei Millionen Tonieboxen sowie 20 Millionen Figuren und erzielte damit 137 Millionen Umsatz – 37 mehr als im Vorjahr. Die Macher dahinter sind Marcus Stahl und Patric Faßbender.
Der Fußball bringt alle friedlich zusammen!
Das Projekt „Sport statt Straße“ ist ein Ferienangebot von Manfred Novacek für Mädchen und Jungen im Alter von 4 – 11 Jahren, egal ob arm oder reich, dick oder dünn, egal welche Hautfarbe oder Religion.
Unter der Leitung von lizensierten Trainern findet seit 16 Jahren in den Sommerferien ein einwöchiges Fußballcamp für 300 Kinder beim DJK Agon in Rath statt. Die Kinder lernen wichtige sportliche Werte wie Teamgeist und Fairness und erhalten am Ende der Ferienfreizeit einen Fußball, damit sie auch daheim weiter trainieren können.
Getragen wird das Projekt ausschließlich über Spenden und Zuschüsse sowie von vielen ehrenamtlichen Helfern.
„Düsseldorf Festival!“ – Ein Festival als Sammelbecken für Kultur aus aller Welt. Die Musiker Andreas Dahmen und Christiane Oxenfort schufen diese Veranstaltung im Jahr 1991.
2021, 30 Jahre nach der Gründung, startete das „Düsseldorf Festival!“ wieder mit dem vertrauten Zelt am Burgplatz durch und war mit 13.000 Besucher erneut ein Publikumsmagnet. Musik, Tanz, Theater, neuer Zirkus – es ist für alle etwas dabei und es gibt immer große Premieren.
Peter Hein ist der Punk der ersten Stunde in Düsseldorf.
Der in Düsseldorf geborene 64-Jährige gehört u.a. zur Gründungsbesetzung des Ratinger Hofs.
Hein war Sänger der Band Fehlfarben, deren wegweisendes Album „Monarchie und Alltag“ 1981 erschien.
Ein Comeback gelang den Fehlfarben im Jahr 2021 mit dem Lied „Supergen“. Zitat aus dem Text: „Impf mich gegen Zwänge, impf mich gegen Hass, impf mich gegen Reue, impf mich nur zum Spaß… Ich will das Supergen, damit wird‘s wunderschön!“
Johannes Frey holte das erste und auch einzige Edelmetall für das elfköpfige Team aus Düsseldorf bei den Olympischen Spielen in Tokio.
Der 25-Jährige Bronzemedaille-Gewinner war überglücklich und betrachtete die Medaille als Lohn für fünf Jahre Ups and Downs inklusive einer Corona-Erkrankung und Verletzungen und will nun, nachdem er die Prüfung zum Polizeimeister absolviert hat, für die Olympischen Spiele 2024 in Paris trainieren.
Wilhelm Ernst „Wim“ Wenders wurde am 14. August 1945 in Düsseldorf geboren, feierte also 2020 seinen 75. Geburtstag. Er ist auch in Hollywood der deutsche Filmemacher! Wenders wollte nach dem Abitur Arzt, Architekt, Priester oder Maler werden, ging 1966 nach Paris, schaute sich erstmal in einem Jahr über 1.000 Filme an und begann 1967 in München ein Studium an der damals neuen Hochschule für Fernsehen und Film. Den internationalen Durchbruch feierte er mit „Paris, Texas“ im Jahr 1984. Später folgten Klassiker wie „Der Himmel über Berlin“,
„Buena Vista Social Club“, „Palermo Shooting“ mit Campino von den Toten Hosen. Wenders erhielt 33 bedeutende Filmpreise, darunter die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes, den Regiepreis in Cannes, den Silbernen Bären und Goldenen Ehrenbären bei der Berlinale. Dreimal war er für einen Oscar nominiert. Eine große Ehre: Wenders drehte das Filmportrait über den aktuellen Papst („Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“), das Ostern erstmals im TV lief. Düsseldorf ist er weiter sehr verbunden u.a. über seine Stiftung, die junge Filmemacher in NRW unterstützt.
Detlev Klinkenberg ist Zeitungszusteller und bringt in Düsseldorf die Rheinische Post. Frühmorgens die Zeitung daheim zu haben, ist immer super. Aber gerade als Corona noch neu war, war das Informationsinteresse sehr groß. Um schöner, wenn das Menschen wie Klinkenberg für uns aufstehen und arbeiten.
Mike Mauer ist Netztechniker bei den Stadtwerken. Auch seine Arbeit war und ist systemrelevant, weil die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser sicher sein musste auch in der Zeit, als sogar in großen Industriebetrieben die Produktion erstmal ruhte, bevor sie mit Hygienekonzepten wieder anlaufen konnte.
Vanessa Wolsing ist Stationsleiterin im Marienhospital. Sie hatte zwar nicht direkt mit Corona-Patienten zu tun, war aber in einem Hospital von Beginn an im Auge des Orkans. Besonders belastend empfand sie, dass man Patienten keinen Besuch mehr erlauben konnte.
Andrea Rübsam ist seit 30 Jahren Verkäuferin in der Bäckerei Hinkel. Weil die Lebensmittelversorgung sichergestellt werden musste, war auch hier voller Einsatz gefragt. Frau Rübsam blieb charmant und nervenstark, auch wenn mal Gedränge drohte. Auch sie ist sehr bescheiden und nimmt die Auszeichnung stellvertretend für alle Verkäuferinnen und Verkäufer.
Heike Borchardt ist Fahrerin der Rheinbahn, ist vor allem im Kreis Mettmann unterwegs. Sie liebt ihren Beruf, aber in der ersten Phase des Lockdowns war sie mitunter ganz schön im Stress, weil sich Fahrgäste nicht an die Regeln halten wollten, den Frust an ihr ausließen. Umso mehr freut sie sich nun über die Anerkennung.
Dirk Drunkemöller (51) ist Fahrer bei der Awista. Home Office schließt sich natürlich aus, wenn es darum geht, die Stadt sauber zu halten. Und das war gerade im ersten Lockdown eine große Herausforderung, denn viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer waren zuhause und produzierten Unmengen an Müll, die Drunkemöller und seine Kollegen abholten.
Dr. Thorsten Feldt ist Oberarzt für Infektiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Er zählte zu den ersten Medizinern in Deutschland, die Anfang des Jahres 2020 Patienten mit dem neuen Coronavirus behandelt haben und ist bis heute unermüdlich für die Erkrankten im Einsatz. Er und sein Team testen auch Remdesivir gegen schwere Verläufe bei Sars Cov2.
Pia Khamkoh ist Bankkauffrau bei der Volksbank Düsseldorf / Neuss. Damit die Menschen an Geld kommen, blieben die Filialen hier offen und Frau Khamkoh erlebte die Dankbarkeit der Kunden. Auf der Bühne erzählt sie, dass sie einer alten Dame, die berichtete, dass sie nach dem Bankbesuch nun nach Toilettenpapier suchen wolle, auch mit ein paar Rollen davon ausgeholfen haben.
Marcel Angermund ist Feuerwehrmann der Stadt Düsseldorf. Corona erlebte er als besonders aufreibende Zeit, weil er sich im Nachschub für die Versorgung u.a. mit Schutzmaterial kümmert.
Nadine Büchel leitet die Städtische Kita an der Kolhagenstraße. Als systemrelevante Mitarbeiterin der Stadt war sie immer im Einsatz. Sie freut sich, dass jetzt wieder mehr Kinder in die Kita kommen. Hat aber bis heute auch ein mulmiges Gefühl bei der Arbeit, weil mit Kita-Kids Abstände natürlich nicht einzuhalten sind. Sie nimmt den Preis stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen dieser Berufsgruppe entgegen. Ein Motiv, das übrigens alle nannten.
Sonderpreis Corona
Beim „Sonderpreis“ gab es für die Jury natürlich nur ein Thema: Corona. Nach kurzer Diskussion entstand die Idee, mit dem Sonderpreis Menschen auszuzeichnen, die in der Phase der Lockdowns mit ihrer Arbeit dafür gesorgt haben, dass Düsseldorf weiter funktionierte. Die Ausgezeichneten stehen stellvertretend für die zehn systemrelevanten Branchen, die im März 2020 durch das Landesgesundheitsministerium definiert wurden Minister Karl-Josef Laumann persönlich dankte in seiner Laudation den Preisträgern für ihr tolles Engagement.
Wir danken allen Corona-Helden in systemrelavten Berufen. Vertreten durch: Nadine Büchel, Marcel Angermund, Pia Khamkoh, Dr. Thorsten Feldt, Dirk Drunkenmöller, Heike Borchardt, Andera Rübsam , Vanessa Wolsing, Mike Mauer und Detlev Klinkenberg
Der Lettern Service Düsseldorf (LSD) wurde 1965 von Günter Finken gegründet. Seine Söhne Chris und Klaus Finken haben das Unternehmen mit vielen Innovationen fit für die Zukunft gemacht. LSD produziert als Full-Media-Agentur mit 170 Mitarbeitern für Handel und Industrie. Zu den Kunden zählen Henkel, Intersnack, Bayer, Haribo und Co.. LSD baut Top-Werbedummys, die viele Stunden Dreharbeiten im Scheinwerferlicht überstehen: In Düsseldorf entstanden so unter anderem die Chipstüten, mit denen Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski in der „Funny frisch“-Fernsehwerbung zu sehen sind. Sehr innovativ ist die App „Snoopstar“, die klassische Werbung in die digitale Welt überführt. Wer „snoopt“, bekommt auf seinem Mobiltelefon gleich bewegte Bilder und Zusatzinformationen. So können Kunden und Interessenten auch digitale Shops entdecken. LSD wurde unter anderem bei „NRW –Wirtschaft im Wandel“ und beim „Digital Champion Award“ ausgezeichnet.
Ingo Lentz
Düsseldorf ist im Vergleich zu anderen Städten auch eine saubere Stadt. Das verdanken wir unter anderem der Initiative des früheren Messe-Managers Ingo Lentz. Sein Thema: Der beste Müll ist der, der gar nicht anfällt. Aber wenn es Müll gibt, muss er fachgerecht entsorgt werden. Lentz startete 1996 nach einem Besuch in Singapur mit ersten Aktionen für die Stadtsauberkeit. Damals gab’s eine freche Werbekampagne, die etwa einen Wildpinkler mit folgendem Spruch bedachte: „Keine große Sache – wie sein Ding.“ Seit 1999 gibt es den „Dreck-weg-Tag“, seit 2008 das blaue Band und die Idee, gemeinsam etwas zu bewegen, ist immer wieder neu und begeisternd. Seit 2018 gibt es auch die Aktion „Rhine CleanUp“ von der Quelle bis zur Mündung. Bei der Premiere machten 10.000 Menschen mit und sammelten 120 Tonnen Müll. Auch beim Groß-R(h)einmachen ist Lentz für Düsseldorf treibende Kraft. Im August wurden bei einem Spezialeinsatz alleine in Düsseldorf am Rheinufer rund 200.000 Zigarettenkippen gesammelt.
Julia Stoschek wurde am 10. Juni 1975 in Coburg geboren, entstammt einer Unternehmerfamilie. Julia Stoschek ist studierte Betriebswirtin, entschied sich für eine Karriere in der Kultur. Motivation dafür war unter anderem dieses: „Künstler sind Genies, die mich glücklich machen.“ In der „Julia Stoschek Collection“, einem für acht Millionen Euro umgewandelten Industriebau an der Schanzenstraße in Oberkassel, präsentiert sie moderne Kunst von Weltrang, vor allem für Videokunst ist ihr Haus angesehen. In Corona-Zeiten profitierte ihr Haus davon, dass fast alle Werke digitalisiert über das Internet zu bewundern sind. Beim Thema Standort hat sich Stoschek im Jahr 2020 klar zum Rheinland bekannt.
O-Ton: „Die Sammlung hat ihre Heimat in Düsseldorf und das wird auch immer ein fixer Standort bleiben.“ Den Standort Berlin möchte sie dagegen 2022 aufgeben. Sie engagiert sich in Düsseldorf auch als Mitglied im Vorstand des Kunstvereines für die Rheinlande und Westfalen, im Aufsichtsrat der Kunsthalle und in der Ankaufskommission der Kunstsammlung NRW.